Zene Artzney

Zahnhygiene


Bis zum frühen 19. Jahrhundert waren kleine Schwämme und Stoff die Hilfsmittel, um die Zähne zu reinigen. Zahnbürsten fanden als Luxusgegenstände nur bei der Oberschicht Verwendung und blieben für die Durchschnittsbevölkerung unerreichbar. Allerdings gab es schon wesentlich früher, bereits in der griechisch-römischen Antike und im Mittelalter, Zahnstocher und Zahnschaber.
Um die Mitte des 18. Jahrhunderts verstand man, dass es notwendig ist, Zahnstein zu entfernen. Die Menschen begriffen, dass dieser die Zähne dunkel und unansehnlich macht, Fäulnis, üblen Geruch und Zahnlockerung bewirkt. Heute nennen wir das „Periodontale Erkrankung". Reinigungsinstrumente mußten scharf sein, um den gewünschten Effekt, die harten Ablagerungen vom Zahn zu entfernen, zu erzielen. Sie waren aus poliertem Stahl gefertigt, der besser die Klingenschärfe gewährleistete als jedes andere Material. Die Griffe waren aus Elfenbein, Perlmutt, Silber oder Ebenholz. Fünf bis zwölf verschiedene Arten von Instrumenten konnten in den Griff eingeschraubt werden.

Bestecke dieser Art wurden bis in die Hälfte des 19. Jahrhunderts hergestellt, danach gab es spezielle Instrumentarien für Zahnärzte. Sie enthielten, meist in kleinen Etuis, fünf bis zehn Schaber, die alle mit einem Griff versehen waren. Manchmal bildeten sie einen Teil eines großen Instrumentenkastens. Die französischen Manufakturen von Grangeret und Charriere fertigten sehr dekorative und hochwertige Besteckkästen, die auch durch ihre Eleganz bestechen.

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